Härte (Mohs)8,5
Dichte (g/cm³)3,71–3,75
Brechungsindex1,746–1,755
Chemische FormelBeAl₂O₄
KristallsystemOrthorhombisch
HerkunftSri Lanka (Ratnapura), Brasilien (Minas Gerais), Indien, Myanmar
Preis (€/ct)50–5.000 €
SchliffAusschließlich Cabochon

In der Gemmologie gilt: Nur Chrysoberyll darf schlicht "Katzenauge" heißen — alle anderen Steine mit Chatoyanz müssen ihren Mineralnamen voranstellen (Turmalin-Katzenauge, Aquamarin-Katzenauge). Dieser Sonderstatus spricht für sich.

Der Chatoyanz-Effekt

Chatoyanz entsteht durch zahlreiche parallele Hohlkanäle oder Nadeleinschlüsse im Kristall, die Licht senkrecht zu ihrer Ausrichtung reflektieren. Der Cabochon-Schliff mit seiner gewölbten Oberfläche bündelt dieses Licht zu einem scharf definierten Lichtstreifen, der beim Kippen des Steins über die Oberfläche zu wandern scheint. Je dichter und paralleler die Einschlüsse, desto schärfer das Katzenauge.

Qualitätskriterien

KriteriumTop-QualitätKommerzielle Qualität
SchärfeMesserscharfes BandDiffuses, breites Band
LageExakt zentriertAußermittig
FarbeHoniggelb, ApfelgrünBlass, braun
Öffnen/SchließenKlares Öffnen bei zwei LichternKaum sichtbar
Milch und Honig: Das beste Chrysoberyll-Katzenauge zeigt den sogenannten "Milch und Honig"-Effekt: Bei seitlicher Beleuchtung zeigt eine Hälfte des Cabochons die hellere "Milch", die andere das dunklere "Honig" — ein Zeichen für optimale Nadelausrichtung und Cabochon-Schliff.

Herkunft und Preise

Sri Lanka (Ratnapura) ist die historisch bedeutendste Quelle für Chrysoberyll-Katzenaugen. Die ceylonischen Steine gelten durch ihre honiggelbe Farbe und scharfen Katzenaugen als Referenz. Brasilianische Steine zeigen oft ein leicht blasseres Gelb. Indische Katzenaugen variieren stark in Qualität.