Kornerupin wurde 1884 vom dänischen Mineralogen Georg Amdrup in Grönland entdeckt und nach dem dänischen Mineralogen Ove Balthasar Kornerup benannt. Jahrzehntelang war er nur aus Grönland bekannt — bis Vorkommen in Madagaskar und Ostafrika alles änderten.
Minerallogie: Ein komplexes Borosilikat
Kornerupin ist ein Magnesium-Aluminium-Borosilikat — chemisch komplex, gemmologisch charakteristisch durch starken Trichroismus. Die Farbe hängt stark von der Kristallachse ab: Grün, Gelb-Grün und Farblos oder Braun. Der Schleifer muss die „grüne Achse" optimal zur Taffe ausrichten.
Madagaskar: Beste Qualitäten weltweit
Madagaskar (besonders die Region um Betroka) liefert die intensivsten, klarsten Kornerupin-Qualitäten: Ein warmes Grasgrün bis Mintgrün, eye-clean, in Größen bis 10 ct. Diese Madagaskar-Qualitäten sind die begehrtesten auf dem Sammlermarkt.
Starker Trichroismus
Kornerupin zeigt ausgeprägte Trichroität: Grün / Gelb-Grün / Fast Farblos bis Braun — je nach Kristallachse. Bei gut geschliffenem Material überwiegt das Grün deutlich. Interessant: Unter langwelligem UV zeigen manche Kornerupine orange bis rötliche Fluoreszenz — ein unerwarteter Effekt.
Preise
| Qualität | Preis/ct |
|---|---|
| Sri Lanka, mittleres Grün, 1–2 ct | 50–150 € |
| Madagaskar, intensiv-grün, eye-clean | 150–400 € |
| Top-Madagaskar, vivid green, über 3 ct | 300–600 € |
Häufige Fragen
Heilstein-Bedeutung und spirituelle Wirkung
In der Kristallheilkunde und Steinheilkunde wird Kornerupin für folgende Eigenschaften geschätzt. Diese Angaben entstammen überlieferten Traditionen und stellen keine medizinischen Aussagen dar.
| Eigenschaft | Zuordnung |
|---|---|
| Chakra | Herz, Stirn |
| Sternzeichen | Jungfrau |
| Wirkung (traditionell) | Ausdauer, innere Stärke, Praktikabilität |