Opal hat kein Chromophor — keine Atome oder Ionen, die Licht absorbieren und eine Farbe erzeugen. Das Farbenspiel entsteht durch rein physikalische Lichtbeugung: Millionen winziger SiO₂-Kügelchen gleicher Größe, gleichmäßig angeordnet wie eine dreidimensionale Tapete, brechen das weiße Licht in seine Spektralfarben auf.
Die wichtigsten Varietäten
| Varietät | Aussehen | Herkunft |
|---|---|---|
| Schwarzopal | Dunkle Grundfarbe, intensives Farbenspiel | Lightning Ridge, Australien |
| Boulder-Opal | Opal in Eisenstein-Matrix | Queensland, Australien |
| Welo-Opal | Hell, lebhaftes Farbenspiel | Welo-Region, Äthiopien |
| Feueropal | Orange-Rot, meist kein Farbenspiel | Mexiko (Jalisco) |
| Hyalit (Glasopal) | Farblos, UV-fluoreszierend | Mexiko, Tschechien |
| Weißopal | Helle Grundfarbe, Farbenspiel | Coober Pedy, Australien |
Die Opaleszenz
Edelopal besteht aus gleichmäßig großen SiO₂-Kügelchen (150–350 nm Durchmesser), die in einer amorphen SiO₂-Matrix angeordnet sind. Wenn die Kügelchengröße mit der Wellenlänge des sichtbaren Lichts übereinstimmt, wird Licht gebeugt und in Spektralfarben aufgespalten. Je gleichmäßiger die Kügelchen und je größer die Bereiche gleichmäßiger Anordnung (Patches), desto lebhafter das Farbenspiel.
Bewertung der Qualität
Opal-Qualität wird nach der Körperfarbe (Schwarz > Grau > Weiß), der Intensität und Brillanz des Farbspiels, der Farbenvielfalt (Rot ist selten und teuer), der Gleichmäßigkeit der Patches und dem Fehlen von Rissen bewertet. Schwarzopal aus Lightning Ridge mit lebhaftem Rot ist die teuerste Opal-Varietät.
