Härte (Mohs)5,5–6,0
Dichte (g/cm³)3,10–3,16
Brechungsindex1,628–1,675
Chemische FormelAl₄(PO₄)₃(OH)₃
KristallsystemMonoklin
HerkunftRuanda, Brasilien (Minas Gerais), Schweden (historisch)
Preis (€/ct)100–1.500 €
SeltenheitSehr selten als Schmuckstein

Trolleit war jahrzehntelang ein obskures Museumsminerals. Erst in den 2010er Jahren wurden in Ruanda und Brasilien facettierbare Qualitäten entdeckt — seitdem steigt die Nachfrage unter Sammlern rasant, während das Angebot extrem begrenzt bleibt.

Von der Kuriositätenzur Nachfrage

Trolleit wurde 1868 erstmals in Schweden beschrieben. Als Schmuckstein war es lange nicht bekannt — die meisten Vorkommen lieferten nur kleinkristalline Aggregate ohne Facettierqualität. Mit dem Fund von klaren, facettierbaren Kristallen in Ruanda und Brasilien änderte sich das. Seit etwa 2015 taucht Trolleit regelmäßig auf Mineralien- und Edelsteinmessen auf.

Farbe und optische Eigenschaften

Trolleit zeigt blasse bis mittlere Blau- bis Blaugrüntöne. Die Farbe entsteht durch Spurenelemente im Kristallgitter — der genaue Mechanismus ist noch Gegenstand gemmologischer Untersuchung. Die Doppelbrechung ist gut ausgeprägt, der Glanz ist vitreous (glasartig).

Abgrenzung zu Lazulith: Trolleit und Lazulith sind chemisch eng verwandt (beide Aluminium-Phosphate) und können ähnliche Blautöne zeigen. Lazulith enthält Magnesium und Eisen, Trolleit ist eisenfrei. Beide sind selten als Schmuckstein.

Marktentwicklung

Trolleit hat in der Edelstein- und Mineralienszene in den letzten Jahren stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Facettierte Steine über 2 Karat sind sehr selten und erzielen entsprechende Preise. Das begrenzte Angebot aus Ruanda und Brasilien macht Qualitätsstücke zu spekulativen Sammelobjekten.